Samstag, 24. November 2007

Die Folgen des Absturzes

Es ist unglaublich, welche Verwüstungen der Absturz der Exodar angerichtet hat. Wir wissen nicht mal, ob wir die einzigen Überlebenden sind, oder ob es auch noch anderen Ortes einige Überlebende aus den Trümmern geschafft haben. Unsere Techniker arbeiten fieberhaft daran, unseren Nachrichtenemitter wieder in gang zu setzen, doch fehlen ihnen die Ersatzteile. Ich würde ja gerne helfen, doch hat Proenitus, unser Anführer, andere Dinge im Sinn. Die vielen Verletzten haben unseren Vorrat an Heilkristallen nahezu aufgebraucht, und wir brauchen dringend Nachschub. Außerdem hat die Strahlung unserer zerstörten Kraftkerne zu Mutationen der heimischen Flora und Fauna geführt. Aus vorher harmlosen Tieren und wunderschönen Blumen sind plötzlich mordlüsterne Bestien geworden und es schaudert mich beim Gedanken daran, dass dort draussen noch Verletzte sein könnten, die dieser feindlichen Umwelt hilflos ausgesetzt sind.

Natürlich habe ich mich also freiwillig gemeldet, bei der Verteidigung unseres Lagers mitzuwirken. Die reinste Sisyphusarbeit, aber noch hat unsere Botanikerin Taerix nicht herausgefunden, wie man diese Mutationen wieder rückgängig machen kann. Wenigstens aber hat unser Heiler Zalduun einen Ersatz für die Heilkristalle gefunden. Aus dem Blut der hier im Tal lebenden Motten lässt sich ein hervorragendes Serum gewinnen, dass erstaunliche Heilwirkungen zeigt.

Irgendwie gefällt es mir hier. Das Land übt einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus. Mir ist, als gehöre ich hierher. Etwas scheint nach mir zu rufen, mich zu locken, mich anzuziehen wie das Licht die Motte. Ich frage mich, ob ich die einzige bin, die diesen Lockruf spürt. Firmanvaar blickt mich jedes Mal so merkwürdig an, wenn ich in seiner Nähe bin. Ob er wohl dasselbe spürt wie ich?

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